"Hamburg in den Fünfziger Jahren. Eine Kindheit zwischen Liebe und frühen Pflichten."



Inhalt

Als der fünfjährige Peter im Oktober 1948 mit seiner Mutter nach Hamburg kommt, sind die Jahre der Gefahr und Flucht endlich vorbei. Der Vater ist im Krieg geblieben, umso stärker halten sich die beiden aneinander fest. Für Peter gibt es bald einen neuen Stiefvater, und für die Familie eine kleine Neubauwohnung am Stadtrand in Osdorf.

 

Peter Koletzki hat vor zwei Jahren in dem Roman „Das Leben der Ursula Schulz“ die Geschichte seiner Mutter bis zum Kriegsende erzählt. Dabei entstand das berührende Bild einer Frau, die voller Elan und Lebenslust ankämpfte gegen eine schwierige Zeit, die von Entbehrungen, Einsamkeit und Gewalt geprägt war.

 

Wie der kleine Junge die Nachkriegsjahre erlebt, erzählt der Autor kraftvoll und ohne Weichzeichner. Früh beginnt der Sohn, die Lebenseinstellung seiner Mutter zu übernehmen:

Nur du bist für deinen Weg verantwortlich, also steh gefälligst wieder auf, wenn Du hinfällst.

 

Eine Kindheit zwischen Liebe und Belastungen, frühen Pflichten und Selbstständigkeit.

Mit einer verblüffenden Detailfülle lässt uns der Roman in das Zeitkolorit der fünfziger Jahre und das Hamburg von damals eintauchen.

 

Durch seine Gewitztheit, Klugheit und vor allem durch die große Liebe zu seiner Mutter wächst einem der Junge sofort ans Herz. Als die Mutter immer öfter gegen ein Leben rebelliert, das für sie vor allem Verzicht bedeutet, sieht er sich vor ganz neue Fragen gestellt.

 

Eine ergreifende Sohn-Mutter-Geschichte und eine eindringliche Erzählung über das Großwerden in schwierigen Zeiten.



Kennen Sie schon das erste Buch von Peter Koletzki ???


Ursula Schulz hat ein Leben geführt, wie viele junge Frauen ihrer Generation.

1920 in Wustrow, Kreis Lüchow/Dannenberg geboren, fielen ihre ersten beruflichen Erfahrungen in die Zeit des Nationalsozialismus.

Eine Mitgliedschaft im BDM lehnte sie kategorisch ab, was zur Folge hatte, dass ihre Eltern sich von ihr lossagten und sie fortan von einem Erziehungsheim zum anderen geschickt wurde.

 

Es folgten die Jahre es Krieges, in denen sie sich, mittlerweile in Posen lebend, eine eigene Existenz aufzubauen versuchte.

 

Als im Januar 1945 Posen zur Festung erklärte wurde, musste sie, wie alle Zivilisten, die Stadt in wenigen Stunden verlassen und flüchtete als allein erziehende Mutter mit ihrem zweijährigen Sohn Peter nach Dessau-Roßlau.

 

Dort verbrachte sie drei Jahre. Ihr Ziel blieb Hamburg, das sie 1948 unter abenteuerlichen Bedingungen dann auch erreichte.

 

Ihr Sohn porträtiert das von Unstetigkeit, Entbehrungen, Sorgen und vielen Enttäuschungen geprägte Leben seiner Mutter. Er beschreibt die berührende Geschichte einer Frau, die niemals aufgab, die immer bemüht war, ihr eigenes Schicksal und das ihres Sohnes in die Hand zu nehmen.

 

Ursula Schulz ist in ihrem Leben oft gefallen, aber sie ist aufgestanden, immer und immer wieder.